Helmuth Egon Wilhelm Wolff
Architekt, geboren am 17.02.1895 in Berlin, geschieden, emigriert am 07.04.1933, NL, Suizid am 15.05.1940 in Amsterdam (07. Ijar 5700).
ElternJustizrat Dr. Eugen Wolff, Rechtsanwalt in Berlin, Charlotte Wolff, geb. Bab ooII Dr. med. Levin
Ehepartner
- Heirat am 06.09.1922 in München mit Wilhelmine Wolff, geb. Fischer, geboren am 23.02.1901 in München.
Adressen in München Zugezogen am 11.05.1919 von Berlin
- Kaulbachstraße 61 (seit 02.08.1920)
- Sonnenstraße 5 (seit 25.03.1922)
- Theresienstraße 18 (seit 16.06.1922)
- Äußere Prinzregentenstraße (seit 12.01.1928)
- Copernicusstraße 1 (seit 01.04.1932)
Helmuth Wolff kam 1919 als Architekturstudent nach München. In den 1920er-Jahren realisierte er mehrere Wohnblöcke in Bogenhausen und Untergiesing. Am 07.04.1933 emigrierte er gemeinsam mit seiner dritten Ehefrau, der nichtjüdischen Fotografin Annemie Wolff, nach Amsterdam. Die beiden eröffneten ein Fotoatelier und gelten als Pionier*innen der Farbfotografie. Helmuth Wolff gründete 1937 die Zeitschrift „Kleinbeeld-foto“ und veröffentlichte 1939 ein Standartwerk für Farbfotografie. Das Paar lebte in der Noorder Amstellaan 157/III. Nach dem Einmarsch der Deutschen begingen Helmuth und Annemie Wolff am 15.05.1940 Suizid. Annemie Wolff überlebte den Suizidversuch. Sie war unter dem Namen A.M. Koller weiter als Fotografin tätig. Sie unterstützte den Widerstand und porträtierte zwischen 1943 und 1945 Hunderte Männer, Frauen und Kinder, denen die Deportation drohte. Annemie Wolff starb 1994 in Amsterdam.
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