Hugo Weinschenk
landw. Arbeiter, kaufm. Ang., geboren am 30.01.1908 in Windsbach, Mittelfranken, ledig, ermordet am 29.01.1943 in Auschwitz (23. Shevat 5703).
ElternLudwig Weinschenk, Metzger in Windsbach, Maria Weinschenk, geb. Rosenbaum
Adressen in München Zugezogen am 20.07.1925 von Nürnberg-Fürth
- Bayerstraße 71 (seit 27.04.1937)
- Jahnstraße 46 (seit 01.07.1937)
- Klenzestraße 105 (seit 01.08.1937)
- Steinstraße 79 (seit 28.11.1937)
- Müllerstraße 10 (seit 02.12.1937)
Hugo Weinschenk absolvierte eine Metzgerlehre.
Er hielt sich von 01.05.1936 bis 01.03.1937 im Hachsharah-Lager in Guttentag, Oberschlesien, auf. Er wurde von der Israelitischen Fürsorge zur Begutachtung seiner weiteren Unterbringung in die Heckscher Klinik eingewiesen. Während seines Aufenthalts im Hachsharah-Lager hatte sich gezeigt, dass er für Auswanderung nach Palästina nicht in Frage kommt und er auch als Auswanderer für Argentinien eine zu große Belastung für die Gemeinschaft sei. Es sollte untersucht werden, ob eine Unterbringung in der jüdischen "Schwachsinnigen Anstalt Berlin-Weissensee" für ihn das geeignete sei. Die in der Heckscher Klinik erstellte Diagnose lautete auf leichte Debilität und Unselbständigkeit. Die Gutachter hielten ihn nicht geeignet für Auslandssiedlungen, aber für einfache angelernte Arbeiten unter Aufsicht.
Wegen sog. "Rassenschande" im Januar 1939 zu 8 Jahren Zuchthaus mit 10 Jahren Ehrverlust verurteilt. Er wurde in das Zuchthaus Straubing eingeliefert. Von dort wurde er 1942 nach Auschwitz deportiert.
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