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Hepner
Stadtarchiv München, KKD, 1938/39

Clara Hepner, geb. Freund

Kinderbuchautorin, geboren am 09.12.1860 in Görlitz, geschieden, Suizid am 11.08.1939 in München (26. Av 5699).

Eltern

Siegfried Samuel Freund, Rabbiner, Dr. , Doris, geb. Lachmann

Geschwister

  • Martin Bruno, geboren am 14.08.1870, in Görlitz# , gestorben am 14.10.1918 in Berlin.

Ehepartner

  • Heirat am 16.05.1881 in Görlitz mit Salo Siegfried Hepner; Kaufmann, geboren am 03.03.1849 in Krotoschin, Schlesien (heute: Krotoszyn, Polen), gestorben am 17.02.1929 in Fürstenberg an der Havel .

Adressen in München
Zugezogen am 04.10.1903 von Berlin

  • Reitmorstraße 31 (seit 04.10.1903)
  • Nördliche Auffahrtsallee 67 (seit 30.09.1911)
  • Wotanstraße 42 , Georg Muschner (seit 20.10.1911)
  • Nördliche Auffahrtsallee 67 , Wild (seit 20.11.1914)
  • Stievestraße 3 , Schlichtegrall (seit 01.09.1932)
  • Ruffinistraße 2 (seit 02.10.1933)

Weitere Informationen

Clara Hepner war eine sehr bekannte Kinder- und Jugendbuchautorin. Ihre Bücher erschienen in diversen Auflagen und dies auch Jahrzehnte nach ihrem Tod (Werkverzeichnis im Deutschen Literatur-Lexikon). Sie verfasste auch regelmäßig Beiträge für "Auerbachs Kinder-Kalender" und die im Verlag Löwensohn in Fürth erschienenen Bücher von Frida Schanz.

Im Sommer 1939 suchte sie über eine Anzeige im Jüdischen Nachrichtenblatt vom 25.07. ein Zimmer. Sie beging Suizid durch einen Sprung aus dem 3. Stock, nachdem ihr die Wohnung gekündigt wurde.

Ihr Vater, der Rabbiner Dr. phil. Siegfried Samuel Freund (geboren 1829 in Schmiegel, Prov. Posen) wurde 1850 zum Rabbiner in Görlitz berufen, sein Amt übte er mehr als 50 Jahre lang aus, 1909 ging er in den Ruhestand.

Werkauswahl: Sonnenscheinchens erste Reise. Mainz, um 1900. Neue Märchen. Mit Bildern v. Joseph Mauder. München, Verlag d. Jugendblätter (Carl Schnell), 1908. Indische Fabeln. Köln, 1914 100 Tiergeschichten, Stuttgart, 1919. Seine letzte Nuß. Neue Tiergeschichten mit farbigen und schwarzen Bildern von Fritz Lang. Stuttgart 1920. Auf der Kuckuckswiese, Leipzig, Bern, Wien 1921. Mariannes Abenteuer mit dem Küchenvölkchen. Erzählt für Mädchen die kochen wollen, Stuttgart 1922 (7. Auflage). Gulnar, die Meerjungfrau und andere Märchen, Stuttgart 1925. Lux, der Leithund und andere Tiergeschichten. Mit 4 farbigen und schwarzen Holzschnitten von Fritz Lang. Stuttgart, Thienemann, 1926. Das Wichtl und andere Märchen aus der Zeit nach Grimm, Stuttgart, 1927. Tiergeschichten für Kinder, Scholz 1929. Der bestrafte Spatz und viele andere Tiergeschichten. Stuttgart, 1935. Was der Storch in Afrika erlebte. Märchen aus Feld, Wald und Heide nach Carl Ewald, Stuttgart o.J. (um 1925).

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