Stephan (Stefan) Reinemann
Ingenieur, Kaufmann, Journalist, Mechaniker, geboren am 11.04.1895 in München, geschieden, deportiert am 04.04.1942 aus München nach Piaski, ermordet am 30.11.1942 in Piaski.
ElternDavid Reinemann, Kaufmann, Privatier in München, Dina, geb. Mezger, Kauffrau
Geschwister
- Johanna Jacobi, geboren 08.09.1889 München, ermordet in Auschwitz
- Ella Reinemann, verw. Ebstein, geboren 07.06.1903 München, 1937 nach Palästina emigriert, gestorben 09.07.1994 Kiron, Israel
-
Heirat am 05.01.1921 in München mit Helene Sarah Stollberg, geboren am 18.08.1902 in München.
Die Ehe galt als Mischehe.
Adressen in München
- , bei den Eltern (seit 09.01.1924) (bis 10.07.1927)
- , Dr. Koch (seit 20.07.1930) (bis 19.09.1930)
- (seit 19.09.1930) (bis 01.01.1936)
- Martiusstraße 3 , Reinemann (seit 01.01.1936) (bis 15.09.1936)
- Martiusstraße 3 , bei der Mutter (seit 15.09.1936) (bis 01.03.1939)
- Adalbertstraße41a , Utz (seit 01.03.1939)
- Ohmstraße 1 (seit 30.09.1940)
- Knorrstraße 148 (seit 30.10.1941) (bis 03.04.1942)
Vater David Reinemann war Teilhaber der Hopfengroßhandlung S. Reinemann, in der Arcisstraße 4. In diesem Haus verbrachte Stephan Reinemann auch seine Kindheit und Jugend.
Die geschiedene Ehefrau war eine Tochter des Theaterdirektors Georg Ignaz Stollberg, (urspr. Gedalje Isak Stolzberg, geb. 22.03.1853 Lemberg, gestorben 17.03.1926 München). Nach der Scheidung nahm sie ihren Mädchennamen wieder an.
Stephan Reinemann stellte über den Berliner "Hilfsverein für Juden in Deutschland" beim "Far Eastern Jewish Central Information Bureau, Harbin-Shanghai" Antrag auf Emigration nach Shanghai. Seine dortige Personalakte (DAL 3181 - mit Foto) befindet sich heute in den "Central Archives for the History of the Jewish People" in Jerusalem.
Der Name Stefan Izrael Reineman befindet sich unter der Nr. R/361 in einer Liste jüdischer Ausweise; diese wurde erstellt vom Brama Grodzka/Grodzka Gate, einem Kulturinstitut in Lublin, das sich dem Schwerpunkt jüdischer Geschichte widmet. Dies heisst, Stefan Reinemann befand sich offensichtlich im Lubliner Ghetto Podzanscze und wurde von dort in das Majdan Tatarskie Ghetto verschickt. Im November 1942 wurden die Bewohner getötet und das Ghetto aufgelöst.
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