Martha Maier, geb. Wolff
Näherin, Verkäuferin, geboren am 14.06.1910 in Karlsruhe, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).
ElternMoses Wolff, Fabrikant in Karlsruhe, Regina Wolff, geb. Günzburger
Ehepartner
- Heirat am 23.11.1940 in München mit Herbert Maier, Arbeiter, geboren am 16.09.1910 in Rimbach, Kr. Heppenheim, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas.
- Israel Wolff, geboren am 09.08.1939 in München
Adressen in München Zugezogen am 02.08.1917
- Viktoriastraße 22 (seit 06.10.1937)
- Augustenstraße 105 (seit 01.12.1937)
- Rumfordstraße 28 (seit 29.03.1939)
- Kapuzinerstraße 29 (seit 01.06.1939)
- Reichenbachstraße 27 (seit 12.01.1940)
Martha (auch Marta) Wolff war am 14. Juni 1910 in Karlsruhe als Tochter des Fabrikanten Moses Wolff und seiner Frau Regina geboren worden. Sie lebte seit 1917 in München und arbeitete unter anderem als Näherin sowie Verkäuferin. Am 9. August 1939 brachte sie ihren Sohn Israel zur Welt. Der Vater des Kindes ist nicht bekannt. Der kleine Israel lebte seit September 1939 im Jüdischen Kinderheim in der Antonienstraße 7. Am 23. November 1940 heiratete sie Herbert Maier aus Odenwald. Im April 1941 zog Herbert Maier zu seiner Frau Martha in die Reichenbachstraße 27.
Wenige Monate später, am 20. November 1941, deportierte die Gestapo Herbert und Martha Maier und den zweijährigen Israel gemeinsam mit rund 1000 weiteren jüdischen Münchnerinnen und Münchnern nach Kaunas. Dort wurden sie fünf Tage später erschossen.
Auch Herbert Maiers Eltern überlebten die Shoah nicht: Sein Vater Max Maier wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet, seine Mutter Jeanette Maier in der „Euthanasie“-Tötungsanstalt Hadamar. (Text Christiane Fritsche)
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