Herbert Maier
Arbeiter, geboren am 16.09.1910 in Rimbach (Odenwald), verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).
ElternMax Maier, in Odenbach, Jeanette Maier, geb. Brück
Ehepartner
- Heirat am 23.11.1940 in München mit Martha Maier, geb. Wolff, geboren am 14.06.1910 in Karlsruhe, gestorben am 25.11.1941 in Kaunas.
Adressen in München Zugezogen am 18.09.1939 von Odenbach am Glan, Kreis Kusel
- Bayerstraße 55 , Homburger (seit 26.09.1939)
- Liebherrstraße 19 , Berlinger (seit 18.06.1940)
- Wagnerstraße 3 (seit 17.08.1940)
- Goethestraße 43 , Strauß (seit 04.11.1940)
- Reichenbachstraße 27 , Fleischer (seit 15.04.1941)
Herbert Maier kam am 16. September 1910 in Rimbach im Odenwald als Sohn von Max und Jeanette Maier zur Welt. Er war Arbeiter und lebte zeitweise in Odenbach im heutigen Rheinland-Pfalz. Im Zuge der „Kristallnacht“ wurde Herbert Maier im November 1938 für einige Zeit im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Im Herbst 1939 zog er nach München. Dort lebte Herbert Maier als Untermieter in verschiedenen Wohnungen, unter anderem in der Bayerstraße 55. Zwischen November 1940 und April 1941 kam er bei Gretchen Strauß in der Goethestraße 43 unter. In dieser Zeit, am 23. November 1940, heiratete er Martha Wolff. Im April 1941 zog Herbert Maier zu seiner Frau Martha in die Reichenbachstraße 27.
Wenige Monate später, am 20. November 1941, deportierte die Gestapo Herbert und Martha Maier und deren zweijährigen Sohn Israel gemeinsam mit rund 1000 weiteren jüdischen Münchnerinnen und Münchnern nach Kaunas. Dort wurden sie fünf Tage später erschossen. Auch Herbert Maiers Eltern überlebten die Shoah nicht: Sein Vater Max Maier wurde im Konzentrationslager Majdanek ermordet, seine Mutter Jeanette Maier in der „Euthanasie“-Tötungsanstalt Hadamar. (Text Christiane Fritsche)
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