Emil Kraemer
Justizrat, Bankhausteilhaber, geboren am 11.08.1877 in Worms, verheiratet, Suizid am 10.11.1938 in München (16. cheshvan 5699).
ElternMaximilian Kraemer, Kaufmann in Worms, Berta Kraemer, geb. Lohnstein
Geschwister
- Dr. jur. Paul, geboren 10.08.1871 Worms, gestorben 04.04.1935 Worms
- Heirat am 18.01.1904 in München mit Elisabeth Kraemer, geb. Lebrecht, geboren am 19.03.1884 in München, gestorben am 10.11.1938 in München, Suizid.
Adressen in München Zugezogen am 01.01.1895 von Worms
- Franz-Joseph-Straße 7 (seit 01.01.1895) (bis 07.10.1922)
- Habsburgerstraße 10 (seit 10.10.1922)
Emil Kraemers Mutter (geboren 1845 in Worms) starb am 07.11.1877, knappe drei Monate nach seiner Geburt in Worms. Sein aus Ratibor stammender Vater war als Kaufmann tätig, er starb am 05.04.1914 und ist auf dem jüdischen Friedhof "Heiliger Sand (Grab 2953) in Worms bestattet. Die Familie besass das Haus Siegfriedstraße 31, dort lebte und arbeitete bis zu seinem Tod 1935 Emil Kraemers Bruder Paul, der ebenfalls als Rechtsanwalt tätig war. Dr. jur. Paul Kraemer ist auf dem jüdischen Friedhof in Worms bestattet.
Emil Kraemer absolvierte 1902 die Staatsprüfung und wurde 1903 in München zur Anwaltschaft zugelassen. Er zunächst als Syndikus des Bankhauses Aufhäuser KG in der Löwengrube 18-20, seit 1921 war er neben Siegfried und Martin Aufhäuser auch Teilhaber des Bankhauses. 1925 wurde ihm der Justizratstitel verliehen.
Emil Kraemer und seine Ehefrau beginnen nach dem Terror des Novemberpogroms - sie wurden im Rahmen einer Haussuchung und "Spendensammels" massiv unter Druck gesetzt - Suizid durch Vergiften. Emil Kraemer starb am 10.11.1938 um 8.45 Uhr im Krankenhaus Schwabing. In der Ausgabe der britischen Times vom 11.11.1938 wurde über den Tod Emil Kraemers berichtet.
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