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Ziegler

Sonja (Sura) Ziegler, geb. Fleischer

Sängerin, geboren am 17.12.1898 in Odessa, Ukraine, verheiratet, deportiert am 20.11.1941 aus München nach Kaunas, ermordet am 25.11.1941 in Kaunas (05. Kislev 5702).

Eltern

Max Fleischer, Tabakfabrikant in München, Ida Fleischer, geb. Kopenhagen

Geschwister

  • Abraham Fleischer , geboren 31.03.1895 Odessa, lebte ab 1929 in Düsseldorf, emigrierte nach Belgien
  • Dora Mahler, geboren 27.12.1896 Odessa, emigrierte nach Palästina
  • Riwka Rosenbaum, geboren 06.08.1901 Odessa, ermordet 25.11.1941 Kaunas
  • Rosa Miriam Rehfeldt , geboren 01.06.1903 Odessa, emigrierte im Oktober 1934 nach Palästina
  • Benjamin, geboren 25.11.1905 Odessa, emigrierte im Mai 1933 nach Paris, Frankreich, überlebte die Shoah
  • Klara Mahler, geboren 30.11.1907 München, emigrierte im Januar 1937 nach Palästina
  • Mina, geboren 14.09.1912 München, gest. 26.02.1914 München

Ehepartner

  • Heirat am 19.04.1925 in München mit Joseph Ziegler, Komponist, geboren am 17.11.1880 in Wien, Österreich, gestorben am 23.06.1941 in München.

Kind(er)

  • Manfred (Fred) Kurt, geboren am 30.06.1928 in München
  • Hannelore, geboren am 14.12.1929 in München

Adressen in München
Zugezogen am 01.02.1906

  • Thierschstraße 36 (seit 14.04.1925)
  • Widenmayerstraße 38 (seit 27.01.1941)
  • Jakob-Klar-Straße 7 (seit 21.05.1941)
  • Schillerstraße 10 (seit 18.07.1941)
  • Thierschstraße 4 (seit 25.07.1941)

Weitere Informationen

Sonja Ziegler kam mit ihrer Familie 1906 nach München. Sie besuchte die Volkschule an der Blumenstraße , anschließend die Riemerschmid'sche Handelsschule. Sie studierte privat Gesang und war ab 1924 als Solistin des Synagogenchores der Hauptsynagoge tätig. Sonja Ziegler war später auch Mitglied des "Münchner Jüdischen Vokalquartetts", das von ihrem Mann geleitet wurde.

Am 12. Januar 1928 erhielt das Ehepaar Ziegler die deutsche Staatsangehörigkeit verliehen; diese wurde jedoch am 30. November 1934 widerrufen.

Waldemar Bonard schreibt in seinem Buch "Die gefesselte Muse" (Das Marionettentheater im Jüdischen Kulturbund München 1935-1937, herausgegeben vom Münchner Stadtmuseum. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung vom 29.4. - 3.10.1994, München 1994) über das Künstler-Ehepaar Ziegler: "Das Ehepaar Sonja und Joseph Ziegler waren aktive Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde München. Joseph Ziegler arbeitete als Angestellter der Gemeinde. 1930/31 wird er als Mitglied des Synagogenausschusses genannt, spätestens 1937/38 war er als Nachfolger des Dirigenten und Kantors Heinrich Frei Leiter des Synagogenchors und des Jüdischen Gesangvereins e.V., in welchem auch seine Frau, die Sopranistin Sonja Ziegler, Mitglied war. Das Ehepaar trat häufig gemeinsam bei Konzerten und Vortragsabenden des Jüdischen Kulturbundes in Bayern, Ortsgruppe München, auf."

Sonja Ziegler wurde gemeinsam mit den beiden Kindern deportiert und ermordet.

Ihre Mutter emigrierte im Sommer 1939 nach Italien, zu ihrem weiteren Schicksal liegen keine Informationen vor. Der Vater wurde am 16.07.1942 von München nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet.

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