Wilhelm Selmar Ansbacher
Kaufmann, Koch , geboren am 17.06.1913 in Leutershausen, Kreis Ansbach, ledig, deportiert am 04.04.1942 aus Regensburg nach Piaski, ermordet am 01.01.1942 in KZ Lublin-Majdanek.
ElternFritz Nathan Ansbacher, Kaufmann in Landshut, Selma, geb. Enslein
Geschwister
- Siegfried, geboren 14.07.1916 in Leutershausen, emigrierte in die USA, lebte 1978 in New Jersey
- Else Sophie, geboren 08.12.1914 in Leutershausen, verübte mit den Eltern am 31.03.1942 Suizid in Landshut
- Max, geboren 07.06.1921 in Leutershausen, zusammen mit Bruder Wilhelm 1942 deportiert und ermordet
Adressen in München
- Goethestraße 22 (seit 01.03.1939)
Wilhelm Ansbacher betrieb von 1932 bis zur Enteignung 1938 gemeinsam mit seinem Großcousin Martin Ansbacher (später Anson, nach Glasgow, Schottland emigriert) ein Textilwarengeschäft in Landshut. Von März bis September 1939 war er als Kochschüler in München gemeldet. Anfang April 1942 wurde er gemeinsam mit seinem Bruder Max Ansbacher und neun weiteren Jüdinnen*Juden aus Landshut über Regensburg nach Piaski deportiert. Die genauen Umstände seines Todes sind unbekannt.
1978 erstellte Bruder Siegfried Ansbacher eine „Page of Testimony“ in Yad Vashem, auf der er als Todesursache „Hunger-Typhus in Lublin“ eintrug. In Landshut erinnern Stolpersteine an Wilhelm und Max Ansbacher sowie deren Eltern und Schwester, die vor ihrer Deportation Suizid verübten.
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