Mathilde Kahn, geb. Süssel
geboren am 28.11.1869 in Speyer, verheiratet, deportiert am 17.06.1942 aus München nach Theresienstadt, ermordet am 31.12.1942 in Treblinka.
ElternSamuel Süssel, Metzger und Schochet in Speyer, Esther Süssel, geb. Scharff
Geschwister
- Leopold Ascher Süssel, geboren 13.04.1854 Speyer, gestorben 31.01.1925 Speyer
- Joseph Kahn, ehem. Direktor der Speyer-Motorwagengesellschaft, geboren am 26.11.1861 in Geinsheim, Großgerau, gestorben am 24.07.1942 in Theresienstadt.
- Otto, geboren am 03.10.1894 in Speyer
- Willy, geboren am 01.03.1902 in Speyer
Adressen in München Zugezogen am 05.12.1931
- Tengstraße 39 (seit 28.07.1932)
- Isabellastraße 13 (seit 10.02.1941)
- Kaulbachstraße 65 (seit 28.03.1941)
- Knorrstraße 148 (seit 16.03.1942)
Mathilde Kahn wuchs in Speyer auf, Ihr Vater betrieb dort eine Metzgerei. Sie besuchte vier Jahre lang eine Höhere Töchterschule.
Sohn Otto fiel am 24.06.1918 in Frankreich.
Sohn Willy, Rechtsanwalt in München, emigrierte im März 1939 nach England, von dort im April 1940 in die USA. Er starb am 03.06.1986 in Hartford, Connecticut.
Mit ihrem Ehemann zog sie im Dezember 1931 nach München.
Sie (Transportnr. 288) und ihr Ehemann kamen am 18.06.1942 mit Transport II/6 nach Theresienstadt. Von den insgesamt 50 Personen dieser Deportation überlebte eine die Shoah. Der Ehemann starb bereits nach fünf Wochen im Ghetto. Drei Monate nach der Ankunft wurde sie (Transportnr. 1155) am 19.09.1942 mit Transport Bo von Theresienstadt in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Die insgesamt 1979 Personen der Deportation wurden unmittelbar nach der Ankunft im Lager ermordet.
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